Wissenswertes über Matcha-Tee – Das grüne Wunder aus dem Land der Samurai

„Matcha“ bedeutet im Japanischen „gemahlener Tee“ – und genau dieser Name ist auch Programm: Matcha-Tee ist ein zu hochfeinem Pulver vermahlener grüner Tee. Das Ergebnis nach der Zubereitung des intensiv leuchtend grünen Pulvers ist, abhängig von der Pflückung der Teeblätter, ein lieblich-süßer bis herb-fruchtiger grüner Tee, dem seit Kurzem wahre Wunderwirkungen nachgesagt werden. Unbestritten ist jedoch, dass japanischer Matcha Tee, aufgrund seines wertvollen Inhalts- und Nährstoffgehaltes, der von Vitaminen bis zu Antioxidantien (Catechine) reicht, anregend und gesundheitsfördernd sein kann und den Stoffwechsel unterstützt.* 1,2,3

Im Westen ist Matcha Tee vor allem durch seine Verwendung in der japanischen Teezeremonie bekannt. Ursprünglich stammt die Methode, Tee aus zu Pulver gemahlenen Teeblättern zuzubereiten aus China. Der Fortschritt hat auch vor Matcha nicht halt gemacht und der gemahlene Tee wird mittlerweile vielseitig eingesetzt. Matcha Tee kaufen kann man in verschiedenen Qualitätsgraden und aus unterschiedlichen Herkunftsländern. Die ganz besonders edlen und daher entsprechend teuren Sorten bilden die Grundlage für die traditionelle japanische Teezeremonie.

MatchaBeispiel für Matcha Zubereitung

Anbau und Herstellung von Matcha Tee

Teeanbau hat in China eine jahrhundertelange Tradition und ursprünglich stammt der Matcha Tee und dessen typische Zubereitungsart aus China. Buddhistische Mönche brachten das Grünteepulver nach Japan und bereiteten es dort in religiösen Chan- und Zen-Zeremonien als Heiltee zu. Im Laufe der Zeit geriet dieser Grüntee jedoch in seinem Heimatland China mehr und mehr in Vergessenheit, während sich daraus in Japan die traditionelle Teezeremonie entwickelte.

Vom chinesischen Ursprung zur japanischen Tradition

Auch in Japan wird Tee seit dem Ende des zwölften Jahrhunderts angebaut. Für Matcha werden meist die Kulturformen Asahi, Okumidori, Yamakai oder Saemidori des Teestrauches Camellia sinensis verwendet. Im Gegensatz zu normalem Sencha Grüntee werden die Sträucher drei bis vier Wochen vor der Ernte mit schattenspendenden Planen bedeckt werden. Dadurch ändert sich die Zusammensetzung der Aminosäuren in den Teeblättern, besonders der Theanin Anteil ist erhöht. Auch enthalten die Teeblätter mehr Koffein als unbeschattete Teeblätter. Der auf diese Weise gewonnene Grüntee wird auch als Kabusecha oder Gyokuro bezeichnet. Die Anbaugebiete liegen fast ausschließlich in Japan und China. In Japan wird Tee für die Produktion vor allem in den Prefekturen Fukuoka, Kyoto und Aichi angebaut. In China liegen die Hauptanbaugebiete rund um Hangzhou.

Die Teeproduktion gestaltet sich dabei äußerst kompliziert: Es kommen für die Ernte ausschließlich voll beschattete Blätter infrage. Deshalb werden die Teepflanzen mindestens 4 Wochen vor der Ernte mit lichtundurchlässigen Netzen bedeckt. Für den Tee wird nur das feine Blattgewebe verwendet. Dies wird in speziellen Verfahren vom Rest der Pflanze getrennt. Dabei werden die geernteten Teeblätter zunächst gedämpft, dann getrocknet und gebrochen, sodass sich Stängel und Blattadern vom feinen Blattgewebe lösen. Zuletzt werden die einzelnen Bestandteile durch Lufteintrag voneinander getrennt. Das verlesene Blattgewebe wird schließlich mit traditionellen Granitmühlen zu hochfeinem Matchapulver vermahlen.

Aufgrund der durch die sehr große Oberfläche schnellen Oxidation ist Matcha nur sehr begrenzte Zeit haltbar. Der Tee wird daher in der ungemahlenen Form (auch als Tencha bezeichnet) gelagert und erst zum Verkauf gemahlen. Wie auch bei Sencha stammen die Qualitativ hochwertigeren Produkte aus Japan. Guten Matcha erkennt man daran, wie fein er gemahlen ist und an der Farbe, die ein leuchtendes Maigrün sein sollte. Angebrochene Packungen sollten gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Zubereitung Matcha Tee

Im 16. Jahrhundert legte der große Teemeister Sen no Rikyu in seinen Gedichten den Grundstein für die bis heute noch ausgeführte traditionelle japanische Teezeremonie, die unser westliches Japanbild so nachhaltig geprägt hat. Die Zubereitung von Matcha Tee unterscheidet sich von der herkömmlichen Teezubereitung. Auch das Zubehör unterscheidet sich von dem für normalen grünen Tee oder schwarzen Tee. Matcha wird nicht aus einer normalen Teetasse getrunken, sondern aus einer Matcha Schale. Zusätzlich benötigt man noch einen Bambusbesen (Chasen) und einen Portionierungslöffel, meist auch aus Bambus gefertigt. Matcha Schalen sind größer als normale Teetassen und haben meist ein schlichtes, aber elegantes Design, das dem bescheidenen Charakter der Teezeremonie entspricht.
In eine Matchaschale (Chawan) wird mithilfe eines speziellen Bambuslöffels (Chashaku) eine kleine Menge (1 bis 2 Gramm) Teepulver aus einem Teebehälter (Cha-ire) gegeben. Das Pulver wird nun mit ca. 80 ml heißem Wasser aus einem gusseisernen Kessel (Kama) übergossen. Das Wasser sollte nicht mehr kochen und eine Temperatur von ca. 80 Grad Celsius aufweisen und dazu nicht zu hart sein.

Matcha ZubereitungBeispiel für die Zubereitung von Matcha


Danach wird das Matcha-Pulver-Wassergemisch mit einem kleinen Bambusbesen (Chasen) in der Schale, vorzugsweise mit Handbewegungen in Form des Buchstaben „M“, schaumig geschlagen. Der Matcha Tee gilt dabei als besonders gelungen, wenn die Konsistenz des Schaums sehr fest ist. Das Pulver löst sich leichter auf, wenn man es durch ein feines Sieb in die Schale gibt. Anhand der Wasserzugabe lässt sich zudem auch der Geschmack des Tees variieren. Für einen leichten und milden Geschmack (Usu-cha) wird der Tee mit etwas mehr Wasser zubereitet, für einen kräftigeren Tee (Koicha oder Natsume) wird weniger Wasser verwendet. Matcha wird immer frisch aufgeschlagen getrunken, Teekannen werden mit dieser Teesorte nicht verwendet.

Beim Trinken sollte man bedenken, dass der gepulverte Tee wesentlich mehr Koffein enthält als gewöhnlicher Tee, etwa so viel wie Filterkaffee. Dies ist natürlich nur die einfache Alltagsvariante der Matcha-Zubereitung. Die Prozedur lässt sich sehr formalisieren.

Japanische Teezeremonie

Das Ergebnis von Jahrhunderten dieser traditionellen Teezubereitung ist die japanische Teezeremonie. Während einer japanischen Teezeremonie wird der Tee nun sowohl in seiner milden als auch in der kräftigeren Variante nach einem genau festgelegten Ablauf und in einer bestimmten Reihenfolge getrunken. Sie ist nach wie vor fester Bestandteil der japanischen Kultur und es gibt verschiedene Schulen, deren Teezeremonien sich in Details unterscheiden.

Bei der japanischen Teezeremonie trinken alle Gäste aus einer Schale, die herumgereicht wird. Dabei wird die Schale immer ein Stück gedreht, so dass jeder Gast eine andere Stelle zum Trinken benutzt. Für westliche Gaumen ist ein bewusster Genuss dieses grünen Tees in aller Ruhe in gemütlicher Umgebung wohl am ehesten zu empfehlen. Wer jedoch einmal an einer echten japanischen Teezeremonie teilnehmen möchte, dem sei ein Besuch in einem der traditionellen japanischen Teehäuser empfohlen, die es mittlerweile auch außerhalb Japans in vielen westlichen Großstädten gibt.

Für etwas japanisches Flair in den eigenen vier Wänden sind bei uns auch komplette Teesets mit Matcha Tee, Bambusbesen und Matchalöffel erhältlich.

Japanische TeezeremonieTeezeremonie ganz individuell mit Matcha und Grüner Tee

Verschiedene Qualitäten und Verwendungsmöglichkeiten

Aufgrund des komplizierten Anbau- und Herstellungsprozesses ist es wenig verwunderlich, dass es sich bei Matcha Tee um eine äußerst edle Teesorte handelt, die natürlich ihren Preis hat. Das Premiumsegment bildet dabei der Tee in Teezeremonienqualität. Dieser Tee ist am teuersten und sollte ausschließlich als Heißgetränk genossen werden.

Daneben ist grüner Tee dieser Art auch als geschmacksverfeinernde Zutat für die verschiedensten Speisen und Getränke wie Joghurt, Mixgetränke, Eis, Schokolade und Gebäck gut geeignet. Auch in der Lebensmittelindustrie hat der Matcha Tee als Zutat bereits seinen Einzug gehalten. Im Handel wird daher speziell für derartige Verwendungsmöglichkeiten ein qualitativ weniger hochwertiger und daher kostengünstigerer „Kochmatcha“ angeboten. Für den täglichen Gebrauch oder auch zum Kochen bieten wir hier den Matcha Tee von Familie Morimoto an.

Des Weiteren werden auch andere Grünteesorten, wie zum Beispiel Sencha, mit Matcha verfeinert und veredelt. Als eine besonders erfrischende Variante bieten wir hier den Sencha Lemon Grüntee an. Hier wurde der Sencha mit Zitronengras vermischt und mit dem Grüntee-Pulver verfeinert.

Auch kann der Teeliebhaber selbst zur Wahrung der Qualität seines erworbenen Edeltees beitragen: Matcha verliert durch einen längeren direkten Kontakt mit Sauerstoff sehr schnell an Qualität und Geschmack. Daher sollte der Tee stets kühl, trocken und immer gut verschlossen, am besten in einem geeigneten Teebehälter aufbewahrt und/oder im Kühlschrank gelagert werden. Bei guten Grüntee wie Kabusecha oder Gyokuro gilt das übrigens auch.

Matcha Latte – die perfekte Alternative zu Latte Macchiato

Mit seinem herb-süßen, jedoch keinesfalls bitteren Geschmack, der sich von aromatisch fruchtig bis zu leicht nussig erstreckt, und seiner anregenden Wirkung, kann Matcha mit Fug und Recht als ein vollwertiger Ersatz für Kaffee angesehen werden. Manch alter japanischer Meister der Teezeremonie wird sich wahrscheinlich im Grabe herumdrehen, aber aus dem Traditionsgetränk Matcha Tee ist in den letzten Jahren ein Trendgetränk geworden – Matcha Latte. Matcha Latte kann man selber zusammenstellen oder als fertigen Mix kaufen. Der Matcha Latte Mix besteht in der Regel aus Matcha und Zucker. Wir bieten hierzu eine fertige Matcha-Latte-Mischung an, die aus Matcha (20%) und Kokosblütenzucker besteht.

Ein Matcha Latte ist sicherlich eine perfekte und leckere Alternative zu einem Latte Macchiato. Dazu lässt sich ein Matcha Latte auch schnell zu Hause oder im Büro selbst zubereiten: Als Heißgetränk aufgebrühter Matcha Tee wird ganz einfach zusammen mit aufgeschäumter Mandelmilch in ein Latte-Macchiato-Glas gegeben. Es gibt zahlreiche Variationsmöglichkeiten, etwa mit Soja-, Mandel- oder Kokosmilch statt Kuhmilch. Fertig ist ein veganer und laktosefreier Latte-Macchiato-Ersatz zum Frühstück oder zu jeder Zeit zwischendurch. Gekühlt ist Matcha Latte ein tolles Getränk für heiße Sommertage. Auch hier bitte bedenken, dass das Grüntee-Pulver nicht wenig Koffein enthält und für schlaflose Nächte sorgen kann.

Verwendet man Matcha als Kochzutat, reicht es meist, einen Kochmatcha zu verwenden. Für Eis oder Schokolade reicht diese Qualität ebenfalls aus und man muss nicht große Mengen teuren Matcha Tee kaufen. In der japanischen Küche wird das Grüntee-Pulver auch als Zutat für Mochi (Reiskuchen) und Soba (Buchweizennudeln) verwendet. Der leichte Matcha-Tee-Geschmack in der hergestellten Nudeln passt sehr gut zu japanischen Soßen, zu westlicher Tomatensoße eher nicht.

Heiße Matcha Schokolade

Wie vielfältig einsetzbar Matcha Pulver ist, sieht man daran, welch verschiedene Getränke man damit zubereiten kann. Heiße Schokolade ist schon lange nicht mehr ausschließlich braun. Als Matcha Trinkschokolade gibt es sie jetzt auch in grün.
Die Zubereitung ist recht einfach. Man nimmt weiße Trinkschokolade, in Stücken oder als Pulver, löst sie in heißer Milch auf und gibt dann pro Tasse einen halben Teelöffel Matchappulver hinzu. Es gibt auch schon fertige Blocks Grünteeschokolade zum Auflösen in heißer Milch zu kaufen.

Kochmatcha

Dass sie auch innovativ sein können, haben Japaner bewiesen, indem sie Matcha nicht nur traditionell als Tee verwenden, sondern auch als Zutat für Speisen. Am bekanntesten sind Eis und Schokolade mit grünem Tee. Diese werden mittlerweile auch in Deutschland hergestellt und angeboten. Man kann sie jedoch auch einfach selber machen.

Matcha Schokolade

Für die Matcha Schokolade benötigt man weiße Schokolade, Sahne und natürlich Matcha. Pro 100 Gramm weißer Schokolade benötigt man 30 Milliliter Sahne und einen Teelöffel Matcha-Pulver. Die weiße Schokolade in der Sahne schmelzen das Teepulver einrühren und die Masse in Formen gießen.

Matchaeis

Für das Eis je 250 Milliliter Milch und Sahne mit 50 Gramm Zucker und zwei Esslöffeln Matcha-Pulver mischen und in der Eismaschine zu Eis gefrieren.

Matcha Plätzchen

Ein Punkt, wo sich das Grüntee-Pulver wunderbar in die westliche Küche einfügt sind Matcha Plätzchen. Einfach etwas Matcha beim Backen zum Teig hinzugeben und die Plätzchen bekommen eine tolle grüne Farbe.

Matcha Tee kaufen

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*Wir möchten darauf hinweisen, dass sich Informationen zu gesundheitsfördernden Eigenschaften und Wirkungen von Tee nicht auf ein speziell von uns angebotenes Produkt beziehen, sondern allgemeiner Natur sind. Wir haben die Informationen besten Wissens ausgearbeitet, allerdings ohne Anspruch auf Vollständigkeit.


1.    Chacko, S.M., Thambi, P.T., Kuttan, R., Nishigaki, I., 2010. Beneficial effects of green tea: A literature review. Chin Med 5, 13. doi:10.1186/1749-8546-5-13
2.    Hänsel, R., Sticher, O., Steinegger, E., 2013. Pharmakognosie - Phytopharmazie. Springer-Verlag. p. 888-890
3.    Kim, H.-S., Quon, M.J., Kim, J.-A., 2014. New insights into the mechanisms of polyphenols beyond antioxidant properties; lessons from the green tea polyphenol, epigallocatechin 3-gallate. Redox Biol 2, 187–195. doi:10.1016/j.redox.2013.12.022

 

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