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  • August 16, 2026 6 min Lesezeit

    Dieser Blog mit Bildern und Text wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt und von uns redaktionell geprüft.

    Eistee selber machen gelingt mit losem Tee auf zwei Wegen: als heißes Konzentrat, das du über Eiswürfel schockkühlst, oder als Cold Brew im Kühlschrank. Welche Methode passt, entscheidet vor allem die Teesorte, denn Kräuter- und Früchtetee brauchen aus Hygienegründen kochendes Wasser. So bleibt der Aufguss am Ende klar und angenehm mild.

    Wer schon einmal aromaschwachen Eistee aus dem Supermarktregal getrunken hat, weiß, wie viel Unterschied loser Tee macht. Du bestimmst Teemenge, Sorte und Süße selbst und wählst je nach Anlass zwischen einem schnellen Konzentrat und einem langsam ziehenden Cold Brew.

    Vier Punkte entscheiden darüber, ob dein selbstgemachter Eistee am Ende klar und ausgewogen schmeckt:

    • Konzentrat: Für Schwarz- und Grüntee braucht ein Eistee-Konzentrat die doppelte Teemenge, die du danach über Eiswürfel schockkühlst.
    • Ziehzeit: Cold Brew zieht grünen Tee 2 bis 4 Stunden, schwarzen Tee 4 bis 8 Stunden und Kräutertee bis zu 14 Stunden im Kühlschrank.
    • Hygiene: Kräuter- und Früchtetee gehören grundsätzlich mit sprudelnd kochendem Wasser aufgegossen, nicht kalt angesetzt.
    • Süße: Honig, Agavendicksaft und frische Kräuter wie Minze ersetzen Industriezucker beim Süßen und Aromatisieren.

    Heißer Aufguss: Wie gelingt das Eistee-Konzentrat ohne Bitterstoffe?

    Der heiße Aufguss bleibt die schnellste Methode für Eistee mit losem Tee: Du braust ein Konzentrat mit der doppelten Teemenge auf, seihst es über reichlich Eiswürfel ab und füllst danach mit kaltem Wasser auf die Zielmenge auf. So bekommt der Tee sofort den nötigen Kälteschock, ohne dass er lange auf der Arbeitsfläche steht.

    1. Die für einen Liter vorgesehene Menge losen Tees mit etwa der halben Wassermenge aufbrühen, damit ein konzentrierter Aufguss entsteht.
    2. Nach der sortentypischen Ziehzeit über eine große Schale Eiswürfel abseihen, damit der Tee sofort schockgekühlt wird.
    3. Mit kaltem Wasser auf die gewünschte Zielmenge auffüllen und erst danach süßen oder aromatisieren.

    Grün- und Schwarztee sollten dabei nie gemütlich auf der Fensterbank abkühlen. Beim langsamen Abkühlen lösen sich vermehrt Bitterstoffe aus den Blättern, sodass der Aufguss schnell herb schmeckt. Die Schockkühlung über Eiswürfel unterbricht diesen Prozess in Sekunden.

    Häufiger Fehler: Das Konzentrat wird abgedeckt bei Zimmertemperatur stehen gelassen, bevor es mit Wasser aufgefüllt wird. Genau in dieser Phase lösen sich die meisten Bitterstoffe, weshalb die Eiswürfel von Anfang an dazugehören und nicht erst am Ende ins Glas kommen.

    Der Unterschied zu Beuteltee zeigt sich hier besonders deutlich: Mit losem Blatttee steuerst du Konzentration und Ziehzeit viel genauer, wie wir auch in unserem Beitrag warum du auf Teebeutel verzichten solltest beschreiben. Für ein kräftiges Konzentrat eignet sich zum Beispiel unser Assam Schwarztee.

    Cold Brew Eistee: Welche Ziehzeiten gelten für Grün-, Schwarz- und Kräutertee?

    Beim Cold Brew ziehst du losen Tee komplett ohne Hitze im Kühlschrank, allerdings mit sehr unterschiedlichen Zeiten je Sorte. Grüntee braucht etwa 2 bis 4 Stunden, Schwarztee eher 4 bis 8. Oolong darf bis zu 10 Stunden ziehen, Kräutertee sogar 12 bis 14.

    Diese Zeiten stammen aus internationalen Rezepten, eine eigene Untersuchung für den deutschen Markt gibt es dazu noch nicht. Als erster Anhaltspunkt taugen sie trotzdem gut. Praktisch bedeutet das: Du gibst den losen Tee direkt in kaltes Wasser, lässt das Gefäß abgedeckt im Kühlschrank stehen und seihst den Tee nach der jeweiligen Zeit ab.

    Cold Brew Tea hat sich in Deutschland dabei als eigenes, kleines Marktsegment etabliert. Der Deutsche Tee & Kräutertee Verband beziffert den Marktanteil im Tee Report 2025 auf rund 1 Prozent, ein Nischenwert, der sich zuletzt gefestigt hat. Die Feinheiten der Kaltzubereitung, etwa welches Geschirr und welche Wassertemperatur sich eignen, beschreiben wir ausführlich in unserem Beitrag zum Tee kalt aufgießen. Für einen milden Cold-Brew-Grüntee bietet sich zum Beispiel unser Japan Sencha an.

    Welche Hygiene-Regeln gelten für Kräuter- und Früchtetee im Cold Brew?

    Kräuter- und Früchtetee gehören im Normalfall mit sprudelnd kochendem Wasser aufgegossen, weil die getrockneten Pflanzenteile anders als Schwarz-, Grün-, Weiß- oder Oolong-Tee bei der Herstellung nicht erhitzt wurden. In den nur getrockneten Blättern und Blüten können sich Keime wie Bakterien, Hefen oder Schimmelpilze befinden, wie die Verbraucherzentrale Bremen in ihrem Marktcheck zu Cold Brew Tee festhält.

    Dass das kein theoretisches Risiko ist, zeigt eine amtliche Untersuchung des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts Karlsruhe: Bei einem Teil der getesteten Cold-Brew-Tee-Proben fand das CVUA Karlsruhe eine erhöhte Zahl an Schimmelpilzen und mutmaßlichen Bacillus-cereus-Keimen. Als Ursache nannte die Untersuchung die Zubereitung und lange Aufbewahrung bei Raumtemperatur, unabhängig von der Qualität des eingesetzten Tees.

    Eine Ausnahme bilden Kräuter- und Früchteteemischungen, die eigens für den Kaltaufguss entwickelt und in einem Heißdampfverfahren keimreduziert wurden. Solche speziellen Mischungen reichen laut Verbraucherservice Bayern schon 5 bis 10 Minuten im kalten Wasser.

    Zur Einordnung: Steht auf der Verpackung keine ausdrückliche Kaltaufguss-Eignung, gilt für Kräuter-, Früchte-, Rooibos- und Matetee die Grundregel: kochendes Wasser, mindestens 5 Minuten ziehen lassen.

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    Welche Teesorte eignet sich am besten für Eistee: Schwarztee, Grüntee oder Matcha?

    Für kräftigen, klassischen Eistee eignen sich Schwarztee wie Assam oder Ceylon am besten, während milder Grüntee und zunehmend auch Matcha eine hellere, grasige Variante liefern. Koffeinfreie Alternativen für Kinder oder den Abend findest du bei Früchte-, Kräuter- und Rooibostee.

    Wie beliebt Tee in Deutschland insgesamt ist, zeigt der aktuelle Tee Report 2025 des Deutschen Tee & Kräutertee Verbands: 2024 lag der jährliche Pro-Kopf-Konsum bei 67,2 Litern, davon 27,1 Liter Schwarz- und Grüntee und 40,1 Liter Kräuter- und Früchtetee. Innerhalb der Gruppe Schwarz- und Grüntee liegt loser Tee mit 51 zu 49 Prozent inzwischen fast gleichauf mit dem Teebeutel.

    Auffällig ist außerdem eine Verschiebung innerhalb dieser Gruppe: Das Verhältnis von Schwarz- zu Grüntee wechselte von 76:24 im Vorjahr auf 72 zu 28 Prozent, unter anderem durch die steigende Nachfrage nach Grüntee-Spezialitäten wie Matcha bei jüngeren, trendbewussten Konsumenten. Iced Matcha gilt entsprechend als wachsender Trend für die kalte Zubereitung. Für einen klassischen Schwarztee-Eistee bietet sich unser Ceylon Nuwara Eliya an, für die Matcha-Variante unser Premium Matcha und für die koffeinfreie Version unser Mint Heaven Kräutertee.

    Wie aromatisierst du Eistee mit Frucht, Kräutern und Honig?

    Am einfachsten aromatisierst du Eistee mit frischem Obst und Kräutern direkt im Krug. Fruchtig wird's mit Zitrusfrüchten, Beeren oder Pfirsich, würzig-frisch mit Minze, Basilikum, Zitronenmelisse oder Ingwer.

    • Zitrusfrüchte: Zitrone, Orange oder Grapefruit in dünnen Scheiben für eine klassische, frische Note.
    • Beeren: Himbeeren oder Erdbeeren, leicht angedrückt, für Fruchtaroma ohne Zusatzzucker.
    • Pfirsich: Reife Pfirsichspalten für eine mildere, südlich anmutende Variante.
    • Kräuter: Frische Minze, Basilikum, Zitronenmelisse oder Ingwerscheiben für eine würzig-frische Note.

    Zum Süßen greifst du am besten zu flüssigem Honig oder Agavendicksaft, die sich im bereits abgekühlten Tee leichter auflösen als Kristallzucker. Beide fügst du erst kurz vor dem Servieren hinzu, damit du die Süße noch anpassen kannst.

    Warum die Teesorte über die Cold-Brew-Frage entscheidet

    Am Ende entscheidet die Teesorte, ob Cold Brew überhaupt infrage kommt. Nur Schwarz-, Grün-, Weiß- und Oolong-Tee eignen sich für den stundenlangen Kaltaufguss, weil sie bei der Herstellung bereits erhitzt wurden. Kräuter- und Früchtetee bleiben dagegen an kochendes Wasser gebunden, unabhängig davon, wie viel Zeit du für die Kaltzubereitung einplanst.

    Für den nächsten heißen Nachmittag lohnt sich deshalb ein kleiner Vergleich im eigenen Krug: einmal ein Konzentrat aus Schwarz- oder Grüntee, einmal ein langsam ziehender Cold Brew mit derselben Sorte. So findest du schnell heraus, welche Methode zu deinem Geschmack und deinem Alltag passt.

    Häufige Fragen zu Eistee mit losem Tee

    Warum wird mein Eistee bitter, obwohl ich ihn mit Eiswürfeln kühle?

    Meist liegt es daran, dass das Konzentrat vor der Eiswürfel-Zugabe schon etwas abgekühlt ist. Nur die sofortige Schockkühlung direkt nach dem Aufbrühen stoppt die Freisetzung von Bitterstoffen aus Schwarz- oder Grüntee zuverlässig. Gieße den heißen Aufguss deshalb ohne Umweg direkt über die Eiswürfel.

    Kann ich jeden losen Kräutertee für Cold Brew verwenden?

    Nein, im Normalfall nicht. Gewöhnlicher Kräuter- oder Früchtetee sollte weiterhin mit kochendem Wasser aufgegossen werden, weil die getrockneten Pflanzenteile Keime enthalten können. Nur speziell für den Kaltaufguss hitzebehandelte Mischungen sind für kaltes Wasser geeignet.

    Wie lange sollte Grüntee für Cold Brew im Kühlschrank ziehen?

    Für Cold Brew mit Grüntee reichen in der Regel 2 bis 4 Stunden im Kühlschrank. Über diese Zeit hinaus verändert sich der Geschmack meist nur noch wenig, weil sich Aromastoffe bei kalter Ziehzeit deutlich langsamer lösen als mit heißem Wasser.

    Ist selbstgemachter Eistee mit Kräutertee genauso sicher wie mit Schwarztee?

    Ja, wenn du die jeweils passende Zubereitung einhältst. Schwarztee lässt sich problemlos für Cold Brew nutzen, weil er bei der Herstellung bereits erhitzt wurde. Kräutertee gehört dagegen grundsätzlich zuerst mit kochendem Wasser aufgegossen, bevor er abkühlt oder weiterzieht.

    Welche Teesorte eignet sich für koffeinfreien Eistee für Kinder?

    Für koffeinfreien Eistee eignen sich Früchtetee, Kräutertee oder Rooibos am besten. Klassischer Schwarz- und Grüntee sowie Matcha enthalten Koffein und sind für Kinder deshalb weniger geeignet. Für die kindgerechte Variante gilt weiterhin kochendes Wasser mit ausreichender Ziehzeit.

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