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August 30, 2026 5 min Lesezeit
Dieser Blog mit Bildern und Text wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt und von uns redaktionell geprüft.
Ein Matcha-Besen wird ausschließlich mit klarem, warmem Wasser gereinigt und niemals in der Spülmaschine gespült. Nach jeder Zubereitung reicht kurzes Abspülen unter fließendem Wasser. Danach stellst du ihn kopfüber auf einen Besenhalter, damit die feinen Bambusspitzen ihre Form und Spannkraft behalten.
Wer täglich Matcha zubereitet, merkt schnell: Der Chasen ist kein Utensil, das man einfach wegstellt und vergisst. Richtig gepflegt bleibt er über Monate ein zuverlässiger Begleiter, falsch behandelt franst er innerhalb weniger Wochen aus oder bekommt Stockflecken.
Ein frischer Chasen braucht vor der ersten Zubereitung ein kurzes Bad in warmem Wasser, damit sich die Borsten lösen und der Bambus geschmeidig wird. Bei einem neuen Bambus-Chasen sind die Innenborsten in der Mitte nämlich zu einem Knoten verbunden, der die empfindlichen Spitzen bis zur ersten Verwendung schützt.
Dieser Knoten löst sich nicht von selbst. Stelle den Chasen für einige Minuten mit den Borsten in heißes oder warmes Wasser, bis sie sich sichtbar voneinander lösen und der Mittelknoten aufgeht. In der Praxis reicht es, die Borsten dabei zu etwa zwei Dritteln mit Wasser zu bedecken und fünf bis zehn Minuten zu warten, bis der Knoten aufgeht.
Auch danach bleibt das Anfeuchten ein fester Bestandteil des Rituals. Vor jeder weiteren Zubereitung tauchst du die Spitzen erneut kurz in warmes Wasser, damit der Bambus geschmeidig bleibt und beim Aufschlagen nicht bricht. Wie lange das Vor-Einweichen dauert, ist nicht in Stein gemeißelt, aber dreißig Sekunden bis wenige Minuten reichen meistens, und der Schritt gehört bei jedem Aufguss dazu, nicht nur beim ersten Mal.
Handwerk aus einer einzigen Region: Fast die gesamte japanische Chasen-Produktion stammt aus der Region um Ikoma in der Präfektur Nara. Der dort gefertigte Takayama-Chasen wurde am 10. Mai 1975 vom japanischen Wirtschaftsministerium offiziell als traditionelles Kunsthandwerk anerkannt, wie die Organisation für traditionelle Kunsthandwerke Japans dokumentiert. Je nach Teeschule und gewünschtem Schaumbild kommt heller Hachiku-Bambus, dunkler Kurotake-Bambus oder Madake zum Einsatz. Die Fertigung durchläuft bis zu acht Arbeitsschritte, dabei entstehen je nach Modell zwischen 60 und 240 Borsten.
Nach dem Gebrauch spülst du den Chasen ausschließlich unter fließendem, warmem Wasser ab, ganz ohne Spülmittel oder Seife. Reinigungsmittelreste können den Bambus angreifen oder im nächsten Matcha zurückbleiben und den Geschmack verfälschen.
Die Spülmaschine ist für den Bambusbesen tabu. Hitze und Reinigungsmittel greifen die feinen Borsten an und verkürzen die Lebensdauer spürbar, selbst ein einziger Waschgang kann die Spitzen dauerhaft verformen. Ein kurzes Schwenken der Borsten im lauwarmen Wasser, notfalls mit sanftem Reiben zwischen den Fingern gegen hartnäckige Pulverreste, reicht in aller Regel völlig aus.
Häufiger Fehler: Vereinzelt kursiert der Tipp, hartnäckige Matcha-Rückstände mit Essig oder Backpulver zu lösen. Lass die Finger davon: Säure und Lauge greifen den empfindlichen Bambus nur zusätzlich an. Klares Wasser bleibt die einzige verlässliche Reinigungsmethode für den Chasen.
Zum Trocknen setzt du den Chasen kopfüber auf einen Besenhalter, den sogenannten Kusenaoshi oder Chasentate, damit die Borsten gleichmäßig an der Luft trocknen und ihre runde Form behalten. Ohne diese Stütze spreizen sich die Borsten ungleichmäßig auseinander und verlieren merklich schneller an Elastizität.
Besitzt du keinen Besenhalter, hilft eine einfache Alternative: Stelle den Chasen mit dem Griff nach unten auf einer ebenen Fläche ab. Legst du ihn dagegen flach hin, verlieren die Borsten mit der Zeit ihre runde Form und biegen sich kaum noch zurück.
Genauso wichtig wie die richtige Haltung ist die Umgebung danach. Feuchte Lagerung in geschlossenen Schränken, Dosen oder der Originalverpackung begünstigt Schimmelbildung, denn der Chasen braucht nach der Reinigung vor allem Luft an einem trockenen, gut belüfteten Ort. Ein traditioneller Chasen-Hersteller aus Ikoma rät in seiner Gebrauchsanweisung genau dazu: die Spitzen nach oben, schattig und luftig, damit sich kein Schimmel bildet.
Bei guter Pflege hält ein Matcha-Besen je nach Nutzungshäufigkeit typischerweise drei bis sechs Monate. Bei sorgfältiger Handhabung und selteneren Zubereitungen ist auch ein Jahr Nutzung realistisch. Vereinzelt kursieren optimistischere Angaben von bis zu zwei Jahren, das bleibt jedoch die Ausnahme bei sehr seltener Verwendung und kein Wert, auf den du dich verlassen solltest.
Ein leichtes Aufspreizen des inneren Borstenknotens über die Nutzungsdauer ist dabei völlig normal. Bambus ist ein Naturmaterial und verändert sich mit jeder Zubereitung ein wenig, das gehört zum Charakter des Werkzeugs und ist kein Grund zur Sorge.
Einige klare Signale sprechen dagegen für den Austausch:
Sobald eines dieser Anzeichen auftritt, lohnt sich ein neuer Matcha Bambusbesen, denn ein beschädigter Chasen schäumt den Tee nicht mehr gleichmäßig auf.

Ein paar Sekunden Wasser vor und nach jeder Zubereitung, ein Platz zum Trocknen und ein Blick auf die Spitzen, mehr braucht die Pflege eines Matcha-Besens nicht. Diese Konsequenz zahlt sich aus: Wer die drei Schritte Einweichen, Wasserreinigung und luftiges Trocknen zur Gewohnheit macht, muss deutlich seltener nachkaufen und hat länger etwas von einem sorgfältig gefertigten Werkzeug.
Dass Matcha in Deutschland längst kein Nischenprodukt mehr ist, zeigt der Tee-Report 2025 des Deutschen Tee- und Kräutertee-Verbands: Matcha zählt demnach zu den fünf meistgefragten Teesorten hierzulande, mit spürbar gestiegener Nachfrage nach Grüntee-Spezialitäten im vergangenen Jahr. Je öfter der Chasen im Einsatz ist, desto mehr lohnt sich die kleine Routine rund um Wasser, Halter und einen trockenen Platz.
Für die Zubereitung von Ceremonial Matcha zählt der gepflegte Chasen ohnehin zur Grundausstattung, genau wie ein Blick auf die Merkmale von gutem Matcha beim nächsten Einkauf.
Nein, die Spülmaschine ist für den Chasen ungeeignet. Hitze und Reinigungsmittel greifen die feinen Bambusborsten an, verformen die Spitzen und verkürzen die Lebensdauer des Besens erheblich. Klares, warmes Wasser von Hand ist die einzige empfohlene Methode.
Vor jeder einzelnen Zubereitung, nicht nur beim ersten Mal. Ein kurzes Eintauchen der Spitzen in warmes Wasser macht den Bambus geschmeidig und verhindert, dass er beim Aufschlagen des Matcha bricht.
Nein, das ist normal und sogar gewünscht. Der Knoten schützt die Spitzen nur vor der allerersten Nutzung und soll sich beim Einweichen lösen, damit sich die Borsten frei bewegen können.
Ein müffelnder Chasen deutet meist auf zu feuchte Lagerung ohne ausreichend Luftzirkulation hin. Reinige ihn gründlich mit klarem Wasser und lasse ihn danach an einem trockenen, gut belüfteten Ort vollständig durchtrocknen, bleibt der Geruch bestehen, ist ein Austausch sinnvoll.
Ja, das funktioniert, erfordert aber etwas mehr Sorgfalt. Stelle den Chasen mit dem Griff nach unten auf eine ebene, trockene Fläche, denn flaches Hinlegen lässt die Borsten mit der Zeit ihre runde Form verlieren.
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