• Add description, images, menus and links to your mega menu

  • A column with no settings can be used as a spacer

  • Link to your collections, sales and even external links

  • Add up to five columns

  • Juni 14, 2026 6 min Lesezeit

    Dieser Blog mit Bildern und Text wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt und von uns redaktionell geprüft.

    Longjing Tee ist ein chinesischer grüner Blatttee aus der Region rund um Hangzhou, den du an flach geformten Blättern und einem klar-hellen Aufguss erkennst. Entscheidend für die Tasse sind zarte junge Blätter, saubere Pfannenarbeit und Wasser deutlich unter dem Siedepunkt. Wer beim Kauf auf Herkunft und Blattbild achtet, trifft die sicherste Wahl.

    Wenn du japanische Grüntees gut kennst, fühlt sich Longjing zugleich verwandt und ganz eigen an. Seinen Charakter bekommt er in der heißen Pfanne, und genau diese Handarbeit erklärt die glatte Form und die feine Note in der Tasse. Beim Einkauf bringen dir Herkunftsangabe, Blattbild und frische Lagerung mehr als poetische Versprechen auf der Verpackung.

    Damit du beim nächsten Kauf gezielter entscheidest, lohnt der Blick auf vier Punkte, die Qualität und Genuss zusammenführen:

    • Guter Longjing Tee zeigt flache, sauber gearbeitete Blätter und einen hellen, klaren Aufguss.
    • Auf der Packung sollte die Longjing-Region stehen, besonders wenn der Tee als Xihu Longjing angeboten wird.
    • Für eine milde Tasse startest du besser mit 80 °C und korrigierst zuerst Ziehzeit oder Blattmenge.
    • Nach dem Öffnen verliert Longjing schneller an Duft, sobald Wärme und Luft an die Blätter kommen.

    Was macht Longjing Tee so besonders?

    Longjing ist ein grüner Tee aus China, bei dem Herkunft, Blattarbeit und Pfannenröstung untrennbar zusammengehören. Erkennen wirst du ihn nicht nur am Namen Drachenbrunnentee, sondern vor allem an den flach geformten Blättern und dem hellen Aufguss.

    Longjing ist kein Sammelbegriff für jeden chinesischen Grüntee. Die offizielle Beschreibung der chinesischen Behörde bindet ihn an drei Dinge: flache Form, geschützte Herkunft und eine Verarbeitung, bei der das Blatt in der heißen Pfanne trocknet und glättet.

    Praktisch heißt das für dich: Qualität zeigt sich schon vor dem Aufguss. Ganze Blätter mit gleichmäßiger Form versprechen mehr Klarheit als viel Bruch in der Dose. Wenn du aus der Welt von Sencha oder Gyokuro kommst, lies Longjing als eigene chinesische Handwerkstradition und nicht als japanischen Grüntee mit anderem Namen. Auch in unserer Auswahl an grünen Tees bildet er deshalb eine eigene Kategorie neben den japanischen Klassikern.

    Wie bereitest Du Longjing Tee mild zu?

    Für die milde Alltagstasse rechnest du mit 2 bis 3 g Longjing Tee auf 200 bis 250 ml Wasser und gehst bei 80 bis 85 °C los. Eine Ziehzeit von 90 bis 150 Sekunden ist ein guter Startwert, sofern du nicht im Kurzaufguss-Stil arbeitest.

    Die chinesische Brühnorm T/HZTA 004—2024 für West Lake Longjing arbeitet mit 85 °C bei den höheren Graden und 90 °C bei Grade I–III, jeweils mit sehr kurzen Aufgüssen in kleinen Porzellankännchen. Diese Werte sind auf mehrere kurze Aufgüsse hintereinander ausgelegt. Für eine größere Alltagstasse nimmst du also weniger Blatt und etwas mehr Zeit, sonst wird der Tee schnell kantig.

    Wenn deine Tasse zu herb gerät, passt du die Stellschrauben in dieser Reihenfolge an:

    1. Ziehzeit verkürzen: 20 bis 30 Sekunden weniger zeigen oft schon Wirkung.
    2. Blattmenge reduzieren: ein halber Teelöffel weniger entlastet die Tasse spürbar.
    3. Temperatur senken: erst wenn die ersten beiden Schritte nicht reichen, gehst du auf 78 bis 80 °C zurück.

    So lernst du Schritt für Schritt, wie dein Tee reagiert. Eine ausführlichere Anleitung zur Zubereitung von Grüntee hilft dir, dieselbe Logik auf andere Sorten zu übertragen.

    Woher kommt Longjing Tee genau?

    Longjing stammt aus der Provinz Zhejiang in China und ist in Europa als geschützte Ursprungsbezeichnung eingetragen. Der bekannteste Name ist Xihu Longjing, offizieller Longjing umfasst aber mehr als nur den Westsee.

    Die Eintragung erfolgte mit der EU-Durchführungsverordnung Nr. 449/2011 vom 11.05.2011. Entscheidend für die Orientierung im Regal ist die Region, denn die offizielle Produktbeschreibung nennt drei zugelassene Longjing-Anbaugebiete:

    Region Status Hinweis für den Kauf
    Xihu Eigene Schutzregion am Westsee Nur als Xihu Longjing kennzeichenbar, wenn dort gepflückt und verarbeitet
    Qiantang Anerkannte Longjing-Region Klare Herkunft, oft günstiger als Xihu
    Yuezhou Anerkannte Longjing-Region Eigene Anbaucharakteristik, ebenfalls offiziell


    Wenn eine Packung nur mit dem Klang des Westsees kokettiert, aber keine konkrete Region nennt, fehlt dir ehrlich gesagt ein wichtiger Prüfpunkt. Die einfachste Plausibilitätsprüfung lautet: Longjing Cha plus Region auf der Verkaufsverpackung.

    Woran erkennst Du guten Longjing Tee?

    Guter Longjing zeigt ein sauberes, gleichmäßiges Blattbild und steht nach dem Aufguss hell in der Tasse. Achte besonders auf flache ganze Blätter, wenig Bruch und eine konkrete Herkunftsangabe.

    Die offizielle Produktspezifikation für Longjing Cha bewertet Trockenblatt, Aufgussfarbe und das aufgegossene Blatt. Bei den höheren Graden sind die Blätter glatt und gerade, oft mit einer zarten grünen Farbe. Nach dem Aufguss bleibt der Tee klar und zeigt keine dumpfen Fremdnoten.

    Beim Trockenblatt geben konkrete Werte Orientierung. Diese physikalischen Kennzahlen prüfst du natürlich nicht selbst, aber sie zeigen, woran seriöse Anbieter arbeiten:

    • Wassergehalt ≤ 6,5 % bei Special Grade bis Grade II.
    • Bruch- und Staubanteil ≤ 1,0 % bei höheren Graden.
    • Keine Färbung, keine Zusatzstoffe, keine Nicht-Tee-Bestandteile.
    • Mingqian oder Yuqian als Hinweis auf eine frühe Frühjahrsernte, aber kein Ersatz für eine saubere Regionangabe.
    Wissenswert: Mingqian meint Blätter, die vor dem Qingming-Fest (Anfang April) gepflückt werden, Yuqian vor dem Guyu-Termin etwa zwei Wochen später. Beide Begriffe verweisen auf besonders zarte, frühe Pflückungen.

    Wie entsteht die flache Form von Longjing Tee?

    Die flache Form entsteht durch präzises Arbeiten in der heißen Pfanne. Die frischen Blätter werden leicht angewelkt, dann erhitzt und mit wiederholten Handbewegungen geglättet.

    Das ist kein simpler Trocknungsschritt. Auf das Welken folgt Qingguo bei 90 bis 100 °C für 12 bis 14 Minuten. Danach werden die Blätter gekühlt und befeuchtet, bevor Huiguo die Form bei 60 bis 70 °C über 15 bis 20 Minuten weiter festigt. Geübte Hände greifen, schieben und pressen das Blatt so lange, bis es flach und trocken genug ist.

    Genau deshalb solltest du Longjing als Handwerksprodukt behandeln. Die Form ist kein Dekor. Sie zeigt dir, wie sauber Pflückung und Pfannenarbeit zusammengepasst haben.

    Wie bleibt Longjing Tee frisch im Aroma?

    Longjing bleibt aromatisch stabiler, wenn du ihn kühl, luftdicht und dunkel lagerst. Wärme und Sauerstoff sind die schnellsten Wege, einem feinen Grüntee seinen klaren Duft zu nehmen.

    Eine Longjing-Lagerstudie über 18 Monate zeigt, wie stark Temperatur und Sauerstoff die Aromabewertung beeinflussen. Am besten schnitt die Lagerung bei -20 °C ab, und Sauerstofffänger verbesserten die Werte auch bei 5 °C und 25 °C deutlich.

    Für zu Hause heißt das: lieber kleinere Mengen kaufen, die Packung sauber schließen und den Tee weg von Wärmequellen halten. Wenn du Longjing langsam verbrauchst, ist eine dichte Dose wichtiger als die schöne offene Präsentation im Regal. Wer tiefer einsteigen möchte, findet in unserem Beitrag zur richtigen Aufbewahrung von Tee weitere Hinweise.

    Warum entdecken Grüntee-Trinker Longjing Tee?

    Longjing passt besonders zu Teetrinkern, die losen Grüntee schon bewusst auswählen und nun eine chinesische Herkunft kennenlernen möchten. Er öffnet einen anderen Zugang als japanische Grüntees, bleibt aber in derselben Welt feiner Blatttees.

    Der deutsche Teemarkt zeichnet dafür einen passenden Rahmen. Laut Tee Report 2025 lag der Pro-Kopf-Konsum 2024 bei 67,2 Litern, Grüntee macht inzwischen 9,1 % des Gesamtmarkts aus. China ist außerdem der wichtigste Grüntee-Lieferant Deutschlands. Longjing ist also keine exotische Randnotiz, sondern eine naheliegende Entdeckung für alle, die Herkunft und Blattqualität genauer lesen möchten.

    Longjing Tee als Handwerksprodukt

    Auf den ersten Blick wirkt Longjing schlicht: flache Blätter, klarer Aufguss. Genau diese Schlichtheit ist anspruchsvoll. Kleine Unterschiede bei Herkunft, Blattzustand und Wasser verändern die Tasse spürbar.

    Die beste Orientierung bekommst du, wenn du den Tee nicht über Legenden kaufst, sondern über prüfbare Details. Eine klare Herkunftsangabe macht den Kauf nachvollziehbarer als poetische Packungstexte, und die flache Blattform hilft dir, Handwerk und Lagerzustand schon vor dem Aufguss einzuschätzen.

    Such dir für den Einstieg eine kleine Menge Longjing mit klarer Regionangabe und brühe ihn zuerst mit 80 bis 85 °C. Notiere dir Blattmenge und Ziehzeit kurz, damit du die nächste Tasse gezielt anpassen kannst. So baut sich dein eigenes Gefühl für diesen Tee ruhig und genussvoll auf.

    Häufig gestellte Fragen (FAQ)

    Ist Xihu Longjing dasselbe wie Longjing Tee?

    Nein, Xihu Longjing ist eine bestimmte Herkunft innerhalb der Longjing-Welt. Offizieller Longjing Tee kann auch aus den Regionen Qiantang oder Yuezhou stammen. Wenn auf der Packung Xihu steht, müssen die Blätter dort gepflückt und verarbeitet worden sein.

    Was mache ich, wenn Longjing Tee bitter schmeckt?

    Verkürze zuerst die Ziehzeit um 20 bis 30 Sekunden und nimm beim nächsten Aufguss etwas weniger Blatt. Wenn der Tee dann immer noch zu herb wirkt, senkst du die Wassertemperatur leicht. So findest du die Ursache, ohne deine Zubereitung komplett zu verändern.

    Kann ich Longjing Tee mehrmals aufgießen?

    Ja, Longjing Tee eignet sich gut für mehrere kurze Aufgüsse. Formelle Brühstandards arbeiten mit drei Aufgüssen und sehr kurzen Ziehzeiten. In der Alltagstasse hängt die Zahl möglicher Aufgüsse stärker von Blattqualität, Dosierung und deiner gewünschten Intensität ab.

    Soll Longjing Tee in den Kühlschrank?

    Kühle Lagerung kann das Aroma von Longjing gut erhalten, allerdings nur in wirklich dichter Verpackung. Entscheidend ist, dass möglichst wenig Luft, Wärme und Licht an die Blätter kommen. Für kleine Mengen reicht meist eine gut schließende Dose an einem kühlen, dunklen Ort.

    Ist Longjing Tee dasselbe wie Sencha?

    Nein, Longjing Tee und Sencha gehören zwar beide zur Welt des Grüntees, entstehen aber unterschiedlich. Longjing wird in der Pfanne erhitzt und flach geformt. Sencha ist ein japanischer Grüntee, der typischerweise durch Dämpfen verarbeitet wird und nadelförmige Blätter zeigt.

    Warum heißt Longjing Tee auch Drachenbrunnentee?

    Drachenbrunnentee ist die deutsche Bezeichnung für Longjing, das international auch als Dragon Well bekannt ist. Beide Namen meinen denselben berühmten chinesischen Grüntee aus Zhejiang. Beim Kauf ist allerdings wichtiger, welche Longjing-Region konkret auf der Packung genannt wird.

    Schreibe einen Kommentar

    Kommentare müssen vor der Veröffentlichung genehmigt werden.