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August 31, 2026 7 min Lesezeit
Dieser Blog mit Bildern und Text wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt und von uns redaktionell geprüft.
Für die klassische Zubereitung brauchst Du fünf Teile: Besen, Schale, Löffel, Sieb und optional einen Besenhalter. Wichtig für die Auswahl sind vor allem Borstenzahl, Öffnungsdurchmesser und Maschenweite. Kennst Du diese drei Werte, triffst Du die Kaufentscheidung in wenigen Minuten.
Im Handel wirkt das Angebot an Matcha Zubehör oft unübersichtlich, weil Borstenzahl oder Volumenangaben selten erklärt werden. Dabei entscheiden genau diese Werte, ob der Matcha beim Aufschlagen feinporigen Schaum bildet oder die Schale beim Rühren überläuft. Egal ob schnelle Tasse am Morgen oder Ritual-Setup mit zwei Schalen, wir zeigen Dir für beides das passende Zubehör.
Diese vier Punkte werden beim Kauf am häufigsten übersehen:
Für die klassische Zubereitung von Matcha brauchst Du fünf Teile, jedes mit einer klaren Aufgabe im Ablauf. Welche das im Detail sind, zeigt die folgende Liste, mehr zur Herkunft und Zubereitung findest Du in unserem Grundlagenartikel zu Matcha.
Die Liste folgt dem tatsächlichen Ablauf beim Zubereiten: erst sieben, dann dosieren, in der Schale mit dem Besen aufschlagen und den Chasen danach zum Trocknen aufstellen. Wenn Du gerade erst einsteigst, findest Du eine kompakte Übersicht dazu in unserer Checkliste für Schale, Besen und Sieb.
Chasen werden in der Praxis meist in drei Borstenzahl-Klassen angeboten: 80, 100 oder 120 Borsten. Für Usucha, den klassischen Alltags-Matcha, sind 80 bis 100 Borsten der gängige Standard, während Koicha eher mit gröberen Chasen ab rund 70 oder weniger Borsten aufgeschlagen wird.
Mehr Borsten teilen das Wasser beim Aufschlagen feiner auf und begünstigen einen feinporigen, stabilen Schaum. Weniger Borsten erzeugen eine kräftigere Bewegung, wie sie zur dickflüssigen Koicha-Konsistenz passt. In Japan ist der 80-strähnige Chasen, dort Kazuho genannt, laut Angaben der Präfektur Nara der am häufigsten hergestellte Typ für den alltäglichen Tee, gefertigt aus im Winter geschlagenem, entöltem und mehrere Jahre gereiftem Bambus.
Über 90 Prozent aller in Japan gefertigten Chasen stammen aus dem Ort Takayama in der Präfektur Nara. Die Herstellung dort gilt als staatlich anerkanntes traditionelles Kunsthandwerk, das in acht Arbeitsschritten von Hand ausgeführt wird.
Handwerk im Detail: Im aufwendigsten Fertigungsschritt, dem Ajikezuri, werden die Borstenspitzen eines Chasens von Hand auf etwa 0,03 Millimeter heruntergeschält, dünner als die Hälfte eines menschlichen Haares. Genau an dieser Spitze entscheidet sich später, wie fein der Schaum in Deiner Schale ausfällt.
Als Orientierung: 80 bis 100 Borsten reichen für den täglichen Usucha. Willst Du besonders feinen Schaum für Matcha Latte, greif zu 120 Borsten. Steht Koicha auf dem Plan, nimmst Du einen Chasen mit weniger Borsten. Unser Chasen mit 100 Borsten deckt damit den größten Teil des Alltagsgebrauchs ab.
Chawan-Schalen liegen im Handel meist bei einem Öffnungsdurchmesser von 10 bis 14 Zentimetern und einem Fassungsvermögen von 300 bis 500 Millilitern. Feste Normwerte gibt es dafür nicht, das sind einfach Erfahrungswerte aus der Werkstatt. Für Usucha wird die Schale sowieso nur zu einem Bruchteil befüllt.
Offene, flache Schalen kühlen den Tee schneller ab und geben dem Chasen mehr Bewegungsraum beim Aufschlagen. Traditionell heißen sie deshalb auch Sommerschale. Hohe, engere Formen halten die Wärme länger und gelten als Winterschale. Für Usucha zuhause eignet sich eine mittlere, eher offene Schale mit rund 350 bis 400 Millilitern gut, weil sie genug Platz zum Rühren lässt, ohne dass Matcha über den Rand spritzt.
Material und Glasur: Achte bei der Schale auf eine gleichmäßige, unbeschädigte Glasur ohne Risse oder poröse Stellen. Bei farbig glasierter Keramik allgemein weist das Bundesinstitut für Risikobewertung darauf hin, dass Glasurqualität und Brenntemperatur maßgeblich beeinflussen, wie viel Schwermetall in Lebensmittel übergehen kann. Deshalb lohnt sich bei der Chawan ein Blick auf die Verarbeitung, nicht nur auf die Optik.
Wenn Du eine offene Schale bevorzugst, schau bei unserer Matcha-Schale mit rund 400 Millilitern Volumen vorbei. Mehr zu Formen und Ton-Varianten findest Du in unserer Checkliste zum Matcha-Set.
Für ein Matcha-Sieb hat sich in der Praxis eine Maschenweite von etwa 60 bis 100 Mesh als praktikabel etabliert, um Klumpen zuverlässig auszusieben. Auch hier gibt es keinen eigenen ISO- oder DIN-Standard, nur einen wiederkehrenden Erfahrungswert aus dem Fachhandel.
Ein Chashaku fasst als Faustregel rund ein Gramm Matcha pro Löffel. Für Usucha verwendest Du meist ein bis zwei Löffel, je nach gewünschter Stärke. Sieben lohnt sich besonders, wenn Du größere Mengen für Matcha Latte anrührst, weil Klumpen dort stärker auffallen als in der kleinen Usucha-Portion.
Ein Chashaku aus Bambus dosiert damit nicht nur genauer als ein Teelöffel aus der Küchenschublade, er lässt sich auch gleich zum vorsichtigen Auflockern des Pulvers vor dem Sieben nutzen.
Welches Zubehör wirklich sinnvoll ist, hängt vor allem davon ab, wie und wie oft Du Matcha zubereitest. Die folgende Übersicht ordnet die gängigsten Situationen den passenden Teilen zu.
| Szenario | Passendes Zubehör |
|---|---|
| Usucha zuhause, alltäglich | Chasen mit 80 bis 100 Borsten, offene Chawan mit 300 bis 400 ml, Chashaku |
| Matcha Latte in größerer Menge | Chasen mit 100 bis 120 Borsten oder Milchaufschäumer, größerer Rührbecher ab 400 ml, Sieb gegen Klumpen |
| Unterwegs, wenig Platz | Shaker als Ersatz für den Chasen, kompaktes Sieb-Döschen, Dosierlöffel als Alternative zum Chashaku |
| Kleines Einsteiger-Setup | Chasen, Chawan und Chashaku, Sieb optional |
| Ritual-Setup | Alle fünf Teile inklusive Chasen-Tate, wahlweise zwei Schalen für Sommer und Winter |
Für die Latte-Variante zählt vor allem, dass sich das Pulver klumpenfrei mit der Milch verbindet, mehr Rezeptideen dazu findest Du in unserem Beitrag zu kreativen Matcha-Latte-Ideen. Unterwegs ersetzt ein dichter Shaker den Chasen vollständig, auf Kosten der feinporigen Schaumstruktur, die nur der Bambusbesen erzeugt.

Vor dem ersten Gebrauch weichst Du den Chasen kurz in Wasser ein, damit die Borsten geschmeidig werden und beim Aufschlagen nicht abbrechen. Nach der Zubereitung reicht klares, warmes Wasser zum Ausspülen. Spülmittel und Spülmaschine haben am Bambus nichts verloren, weil Rückstände sich in den Borsten festsetzen und den nächsten Aufschlag verändern.
Zum Trocknen stellst Du den Chasen mit der Öffnung nach oben auf einen Chasen-Tate oder legst ihn offen an der Luft ab. Luftdichte oder feuchte Schränke begünstigen Schimmelbildung an den feinen Borstenspitzen und sollten für die Aufbewahrung tabu bleiben.
Wie lange ein Chasen hält, schwankt stark zwischen wenigen Monaten und rund zwei Jahren, abhängig von Nutzungshäufigkeit und Pflege. Ein festes Wechselintervall gibt es nicht, das verlässlichere Signal sind spröde werdende oder abbrechende Borsten.
Ein Matcha-Setup lässt sich sinnvoll in zwei Schritten aufbauen: zuerst die Teile, ohne die nichts funktioniert, danach die Erweiterungen, die Komfort und Haltbarkeit verbessern. Preislich spielt das erst mal keine Rolle, wichtig ist die Reihenfolge.
Erst wenn dieses Grundtrio steht, lohnen sich die nächsten Anschaffungen:
Die Nachfrage nach Matcha wächst in Deutschland spürbar: Laut dem Deutschen Tee und Kräutertee Verband importierten hiesige Händler zwischen Januar und August 2024 rund 240 Tonnen Matcha, ein Plus von 240 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Mit einem Grüntee-Anteil von rund 7 Prozent an den Gesamtimporten bleibt Matcha damit weiterhin ein Nischenprodukt.
Gerade weil dieser Markt noch jung ist, beruhen viele der Werte in diesem Ratgeber auf gewachsener Praxiserfahrung des Fachhandels, von der Borstenzahl bis zur Mesh-Zahl im Sieb. Kennst Du diese Spannen, siehst Du sofort, ob ein Chasen oder eine Chawan zu Deinem Ritual passt, unabhängig davon, was der Hersteller verspricht.
Fang mit einem gut gewählten Chasen und einer passenden Chawan an. Sieb und Chasen-Tate ergänzt Du, sobald sich Dein eigenes Ritual eingespielt hat und Du merkst, welche Lücke im Alltag wirklich fehlt.
Nein, ein Milchaufschäumer oder ein dicht schließender Shaker funktioniert notfalls auch. Der Bambusbesen erzeugt allerdings einen deutlich feinporigeren, stabileren Schaum, weil seine vielen dünnen Borstenspitzen das Wasser gleichmäßiger aufschlagen als ein elektrisches Gerät oder eine Shaker-Kugel.
Die Lebensdauer schwankt stark zwischen wenigen Monaten und rund zwei Jahren, abhängig von Nutzungshäufigkeit und Pflege. Ein festes Kalenderintervall gibt es nicht, entscheidend ist, ob einzelne Borsten spröde werden oder abbrechen.
Für Matcha Latte in größerer Menge eignet sich eher das obere Ende der üblichen Spanne, also eine Schale oder ein Rührbecher ab etwa 400 Millilitern. So bleibt genug Raum, um Pulver, Wasser und später die Milch ohne Überlaufen zu verrühren.
Notwendig ist es nicht, aber sehr hilfreich, sobald das Pulver Klumpen bildet oder Du größere Mengen anrührst. Mit einer Maschenweite von rund 60 bis 100 Mesh lassen sich Klumpen zuverlässig aussieben, bevor der Matcha in die Schale kommt.
Ohne Halter legst Du den Chasen am besten offen und mit Abstand zur Wand oder zu anderem Geschirr an der Luft ab, die Öffnung nach oben. Wichtig ist, dass Luft an alle Borsten kommt und der Besen nicht in einem geschlossenen Schrank oder feuchten Tuch liegt.
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