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August 09, 2026 7 min Lesezeit
Dieser Blog mit Bildern und Text wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt und von uns redaktionell geprüft.
Ein vollständiges Matcha-Set braucht vier feste Bausteine: eine Chawan mit genug Volumen, einen Chasen mit ausreichend Borsten, einen Chashaku zum genauen Dosieren und ein feines Sieb gegen Klumpen. Nimm die vier Teile einmal einzeln in die Hand und schau sie Dir genau an, dann merkst Du schnell, ob das Set wirklich zu Dir passt.
Die meisten Sets im Handel bündeln genau diese Teile, verraten aber selten, ob die Schale groß genug ist oder der Besen genug Borsten für ein cremiges Ergebnis hat. Deshalb lohnt sich der Blick auf jedes einzelne Stück. Die Optik der Verpackung sagt Dir darüber nämlich gar nichts.
Bei günstigen Sets geht am häufigsten an diesen vier Stellen etwas schief:
Für die tägliche Zubereitung von Usucha (dünn geschlagenem Matcha) brauchst Du im Kern vier Teile, alles andere ist Komfort für später. Chawan, Chasen, Chashaku und Sieb übernehmen zusammen das Dosieren, Sieben und Aufschlagen, während Chasen-Tate und Chakin erst nach diesen vier Grundstücken sinnvoll werden.
| Teil | Pflicht/Optional | Wofür Du es brauchst | Worauf Du achtest |
|---|---|---|---|
| Chawan (Schale) | Pflicht | Fasst Wasser und Matchapulver beim Aufschlagen | Ca. 300 bis 500 ml, 12 bis 14 cm Öffnung |
| Chasen (Bambusbesen) | Pflicht | Schlägt Matcha und Wasser schaumig auf | 80 bis 100 Borsten für Usucha |
| Chashaku (Bambuslöffel) | Pflicht | Dosiert das Matchapulver exakt | Ein Stück Bambus, ca. 1 g pro Löffel |
| Sieb | Pflicht | Siebt Klumpen vor dem Aufschlagen aus | Maschenweite ca. 60 bis 100 Mesh |
| Chasen-Tate | Optional | Hält den Chasen beim Trocknen in Form | Sinnvoll bei täglicher Nutzung |
| Chakin | Optional | Wischt die Chawan zeremoniell aus | Für den Alltag meist verzichtbar |
Im TeaClub-Sortiment liegen diese Bausteine sowohl einzeln als auch als bereits abgestimmtes Matcha-Set für Einsteiger und Experten vor, sodass Du jedes Teil bei Bedarf gegen die Kriterien oben austauschen kannst.
Für den Alltag hat sich ein Volumen von etwa 300 bis 500 Millilitern und ein Öffnungsdurchmesser von 12 bis 14 Zentimetern als praktikable Größe etabliert, um Usucha ohne Überschwappen aufzuschlagen. Wichtig zu wissen: Das ist ein konvergenter Richtwert aus unabhängigen Chawan-Kaufratgebern, keine amtliche Norm, kleinere Schalen zwischen 300 und 400 Millilitern nutzen erfahrene Trinker gelegentlich gezielt für Koicha.
Die Form entscheidet über den Bewegungsspielraum des Besens. Eine zu enge oder zu flache Schale bremst den Chasen beim Aufschlagen aus, wodurch Matcha eher an den Wänden hochspritzt als Schaum bildet. Ein typischer Fehlkauf ist deshalb die dekorative Mini-Schale, die im Regal hübsch wirkt, aber beim ersten Usucha sofort überläuft.
Der unglasierte Standfuß: Der sogenannte Kodai am Boden vieler Chawan ist kein Makel, sondern ein bewusstes Handwerksmerkmal. Er zeigt die natürliche Tonfarbe und verhindert, dass die Schale auf nassem Untergrund verrutscht. Gereinigt wird die Chawan trotzdem ganz normal von Hand mit warmem Wasser.
Wer eine Matcha-Schale wählt, sollte also weniger auf die Musterung als auf Innenvolumen und Öffnungsweite schauen, denn beides entscheidet, wie entspannt sich der Besen darin bewegen lässt.
Für Usucha gilt ein Chasen mit 80 bis 100 Borsten als Standard, weil die feine Verzweigung genug Luft einschlägt, um Matcha cremig aufzuschäumen. Bei Koicha, dem dickflüssigen, gekneteten Matcha, reichen dagegen weniger Borsten, weil die Bewegung hier vom schnellen Aufschlagen zum langsamen Einarbeiten der Paste wechselt.
Woher gute Chasen stammen: Rund 90 Prozent aller in Japan gefertigten Chasen kommen laut Global Japanese Tea Association aus der Region Takayama in der Präfektur Nara, wo die Handwerkstradition seit über 500 Jahren besteht und heute nur noch rund 18 Meisterhandwerker aktiv sind. Traditionelle Takayama-Chasen entstehen laut Präfektur Nara aus mindestens drei Jahre altem Bambus, der im Winter geschnitten, vom Öl befreit und in der Sonne getrocknet wird, bevor er in feine Borsten gespalten wird.
Genau hier liegt der typische Fehlkauf: günstige Chasen, die außerhalb Japans gefertigt und trotzdem als japanisches Handwerk vermarktet werden. Der Unterschied steckt im Bambus, in der Art der Trocknung und in der Verarbeitung. Auf den ersten Blick siehst Du das oft nicht, aber spätestens wenn die ersten Borsten abbrechen, merkst Du es. Direkt nach dem Kauf lohnt es sich außerdem, die Borsten kurz in warmem Wasser einzuweichen, damit sie weich werden und beim ersten Gebrauch nicht abbrechen.
Für den täglichen Usucha-Gebrauch ist ein Chasen mit 100 Borsten eine solide Wahl, weil die Borstenzahl über der empfohlenen Mindestmenge liegt und damit Reserve für kräftiges Aufschlagen lässt.
Ein Chashaku fasst als praktische Konvention rund ein Gramm Matcha pro Löffel, für Usucha nutzt Du meist zwei Löffel, für Koicha drei bis vier. Traditionell wird der Löffel aus einem einzigen Stück Bambus gefertigt, oft aus hellem Shiratake-Bambus, und die Position des Knotens im Griff (mittig, am Ende oder ganz ohne Knoten) unterscheidet die klassischen Varianten.
Ein Metalllöffel aus der Küchenschublade mag praktisch wirken, verändert aber die kalibrierte Löffelgröße, und dann dosierst Du nur noch nach Augenmaß, woran gerade Anfänger am häufigsten scheitern. Ein Chashaku aus Bambus hält die Menge dagegen konstant, egal wie oft Du zugreifst.
Beim Sieb zählt vor allem die Maschenweite: Rund 60 bis 100 Mesh gelten als praktikabler Bereich für ein klumpenarmes Ergebnis, auch das ein Richtwert aus unabhängigen Fachquellen und kein ISO- oder DIN-Standard speziell für Matcha. Ein zu grobes Sieb lässt Klumpen durchrutschen, ein extrem feines Sieb dagegen verlangsamt das Sieben unnötig, ohne das Ergebnis merklich zu verbessern.
Ein Chasen-Tate, ein kleiner Besenhalter, bewahrt die nach außen gewölbte Form der Bambusborsten beim Trocknen und verringert dadurch das Schimmelrisiko gegenüber liegender oder luftdicht verstauter Lagerung. Er gilt in unabhängigen Pflegeratgebern als hilfreich, aber nicht zwingend notwendig, besonders wenn der Chasen ohnehin täglich benutzt wird und nie lange feucht liegen bleibt.
Das Chakin, ein gebleichtes Leinentuch von etwa 30 mal 15 Zentimetern, gehört traditionell zur zeremoniellen Ausstattung und wird zum Auswischen der Chawan verwendet. Für die Zubereitung zuhause ist es kein Pflichtteil, macht sich aber gut, wenn Du das komplette Ritual inklusive der zeremoniellen Details erleben möchtest.
Musst Du Dich zwischen beiden entscheiden, greif zum Chasen-Tate, denn er schützt direkt die Lebensdauer des teuersten Einzelteils. Das Chakin ist eher schön fürs Auge und für die zeremonielle Note.
Ein Set für zuhause sieht anders aus als eins fürs Büro oder als Geschenk. Je nach Anlass brauchst Du eine andere Größe, mehr oder weniger Pflegeaufwand und ein anderes Auge für die Optik.
Hier zählt die volle Grundausstattung: Chawan, Chasen, Chashaku und Sieb sind Pflicht, weil Du hier lernst, wie viel Wasser, wie viel Matcha und wie viel Aufschlagkraft zusammenpassen. Ein Chasen-Tate ergibt danach schnell Sinn, sobald der Besen täglich im Einsatz ist und regelmäßig trocknen muss. Das Chakin kann warten, bis Du das Ritual auch optisch weiterentwickeln willst.
Für den Schreibtisch zählt vor allem, was wenig Pflege und wenig Stellfläche braucht. Chawan, Chasen, Chashaku und Sieb bleiben die Basis, doch die Wahl fällt sinnvollerweise auf eine kompakte, robuste Schale und einen Chasen, der sich schnell abspülen und ohne Extra-Ausrüstung trocknen lässt. Chasen-Tate und Chakin lassen sich im Büro meist streichen, weil Platz und Zeit für die zusätzliche Pflege in der Regel fehlen. Zu diesem Szenario gibt es keine unabhängigen Untersuchungen, das ist an dieser Stelle unsere eigene Praxiserfahrung mit Matcha-Zubehör im Arbeitsalltag.
Wenn das Set verschenkt wird, zählt neben der Grundausstattung auch das Gesamterlebnis. Chawan, Chasen, Chashaku und Sieb bleiben Pflicht, doch ergänzt um einen guten Ceremonial Matcha wird aus dem reinen Zubehör ein vollständiges Erlebnis, das die beschenkte Person sofort nutzen kann. Ein Chakin für die zeremonielle Note ist eine schöne Dreingabe, ein Chasen-Tate dagegen eine durchdachte Ergänzung, weil er dem Geschenk gleich die passende Pflege mitgibt.
Nach jedem Gebrauch reicht klares, warmes Wasser für den Chasen, Spülmittel und Spülmaschine sind tabu, weil sie den feinen Bambusfasern zusetzen. Anschließend gehören die Borsten mit der Öffnung nach oben oder stehend auf einem Chasen-Tate zum Trocknen, denn feuchte, luftdicht verstaute Lagerung begünstigt Schimmelbildung im Naturmaterial Bambus.
Wie lange ein Chasen tatsächlich hält, hängt stark von Nutzung und Pflege ab. Manche Quellen nennen sechs bis zwölf Monate als Richtwert, ein branchenweiter Konsens ist das aber nicht. Am besten merkst Du es selbst: Wenn einzelne Borsten spröde werden oder abbrechen, ist es Zeit für einen neuen.
Die Chawan reinigst Du unkompliziert mit warmem Wasser von Hand, eine spezielle Behandlung braucht sie nicht. Damit weder Schale noch Besen Fremdgerüche annehmen, lohnt sich derselbe Gedanke, den auch die Matcha-Lagerung selbst verlangt: Matchapulver ist stark hygroskopisch, nimmt also Feuchtigkeit und Umgebungsgerüche leicht auf, weshalb eine luftdichte, dunkle, kühle und geruchsneutrale Aufbewahrung als Standard gilt. Bewahre Zubehör und Pulver deshalb getrennt von stark riechenden Gewürzen oder Reinigungsmitteln auf, dann bleibt der reine Charakter des Matcha erhalten.
Dass heute nur noch rund 18 Handwerker die traditionellen Takayama-Chasen fertigen, sagt eigentlich alles: Hinter einer simplen Zahl wie „80 Borsten" steckt eine Menge Können. Genau dieses Detailwissen entscheidet am Ende darüber, ob Dein Matcha cremig aufschlägt oder enttäuschend dünn bleibt, unabhängig davon, wie edel die Verpackung eines Sets aussieht.
Sobald die vier Pflichtteile nach den Kriterien oben ausgewählt sind, brauchst Du nur noch die passenden Mengen und die richtige Wassertemperatur, um aus dem neuen Zubehör tatsächlich ein Ritual zu machen. Einen konkreten Fahrplan dafür, inklusive Temperatur und Mengenangaben, findest Du im Beitrag zur Zubereitung von Matcha mit dem Bambusbesen.
Für Usucha gelten 80 bis 100 Borsten als Standard, weniger Borsten schlagen weniger Luft ein und lassen das Ergebnis grobkörniger wirken. Ein Chasen mit 100 Borsten bietet dabei etwas Reserve nach oben, ohne dass die Handhabung dadurch schwieriger wird.
Edelstahl ist nicht der entscheidende Punkt, wichtiger ist die Maschenweite von etwa 60 bis 100 Mesh. Feine Edelstahlsiebe und feinmaschige Bambussiebe erfüllen diesen Wert gleichermaßen, solange die Maschen eng genug sind, um Klumpen zuverlässig auszusieben.
Manche Quellen nennen sechs bis zwölf Monate als Richtwert, ein einheitlicher Branchenkonsens ist das aber nicht, weil die Haltbarkeit stark von Nutzung und Pflege abhängt. Am zuverlässigsten erkennst Du den richtigen Zeitpunkt selbst, wenn einzelne Borsten spröde werden oder abbrechen.
In der Regel nicht, weil gewöhnliche Teesiebe meist deutlich gröbere Maschen haben als die für Matcha empfohlenen 60 bis 100 Mesh. Ein zu grobes Sieb lässt Klumpen durchrutschen, die sich dann auch beim kräftigsten Aufschlagen nicht mehr lösen.
Nein, notwendig ist er nicht, praktisch aber schon, wenn der Chasen zwischen zwei Nutzungen mehrere Tage ungenutzt am Arbeitsplatz steht. Ohne Halter reicht es meist, die Borsten offen und mit der Öffnung nach oben liegen zu lassen, statt sie feucht zu verstauen.
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